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Štvrtok, 5. December 2019, 23:46
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Kocka  Wagen Beschreibungen


Tatra 87
1936-1950
hergestellt: 3023 St. (davon 1689 vom Modell 1948)
Nach dem Erfolg des T77 begann schritt man in den Tatrawerken zu seiner Modernisation. Die Beschleunigung und die Motorleistung bedarf einer Verbesserung, und das Gewicht musste man reduzieren. Es resultierte eine Fast-Neukonstruktion des ganzen Wagens, der den die Bezeichnung T87 bekam. Bald zeigte sich, dass T87 ein solides und anspruchsloses Auto, das auch die widrigsten gut bewältigte. Die Qualität dieses Wagens, genannt auch "der Achter", stellten die Weltreisenden Hanzelka und Zikmund auf ihrer Weltreise unter Beweis, die sie mit einem Serienwagen unternahmen.
Tatra 87 wurde auch nach dem Krieg, bis 1950 gebaut. Ab das Jahr 1948 wurde die Frontpartie modernisiert, sie bekam rundlichere Kotflügel in die die Schweinwerfer bis zum Deckglas eingelassen wurden.
Motor
Der Motor ist ein luftgekühlter Achtzylinder Viertakt-Ottomotor mit Leichtmetallkolben. Jede Zylinderreihe hat ihre eigene Nockenwelle, die mit einer Walzenkette angetrieben wird. Jeder Zylinder ist selbstständig ausgebildet und mit dünnen Kühlrippen versehen. Der Zylinderkopf bekam hemisphärische Verbrennungsräume und grössere Ventile, als der T77 hatte. Die Kurbelwelle ist fünffach gelagert. Der Motor ist elastisch auf Gummi-Silentblocks gelagert.
BezeichnungTatra 87
TypViertakt Ottomotor
Kühlungluftgekühlt, zwei zentrifugale Doppelrotor-Ventilatoren, je eins pro Zylinderreihe
Zylinderzahl8 V 90o
Bohrung x Hub75 x 84 mm
Hubraum2969 cm3
ZündungAkkumulatorzündung 12 V, Bosch
Zündfolge1-2-7-8-6-3-5-4
SteuerungOHC
Kompression5.6:1
VergaserDoppel-Solex 30 FFIK, oder ein Zenith, oder ein Stromberg; mit einer Benzinpumpe
Leistung55.2 kW bei 3500 Umdrehungen /Min.
SchmierungDruckumlauf, das Öl wird durch einen Vollfilter und einen vorn Kühler geführt
Lichtmaschine12 V, 130 W, Bosch typ RJH 130/12 2000 L, linksdrehend
Anlasserelektrisch, 12 V, mit einem elektrischen Ritzel
VerbrauchBenzin: 12-13 l / 100 km, Öl: 0.25 l / 100 km
Oelfüllung9 l
Fahrgestell
Selbsttragende Karosserie mit einem Mittelträger, der auch der Durchführung der Kupplungs-Brems- und Schaltungsbetätigung dient. Dieser Träger ist mit der Karosserie verschweisst, vor der Hinterachse verzweigt er sich um den Motor aufzunehmen (siehe Fotogalerie).
VorderachseUnabhängige Radaufhängung mit Trapezträgern, gefedert mittels zweier quer angeordneter halbelliptischer Blattfedern, hydraulische Stossdämpfer.
Hinterachsebesteht aus zwei unabhängigen Pendelhalbachsen, gefedert mittels zweier schräg angebrachter halbelliptischer Blattfedern, hydraulische Stossdämpfer.
RäderStahlfelgen mit Radkappen, 16"
Reifen6.50 x 16"
AntriebHinterachse
Lenkungmechanische Zahnstangenlenkung
BremsenFahrbremse: hydraulische, wirkt auf die Trommel aller Räder
Feststellbremse: mechanisch, wirkt auf die Trommel der Hinterräder
Spurbreite vorn1250 mm
Spurbreite hinten1250 mm
Achsabstand2850 mm
Bodenfreiheit230 mm
permanenter Antrieb1:3.15
Getriebe
Getriebe4+1, 3,4 synchronisiert
Übersetzungs Verhältnisse1:4.7, 1:2.95, 1:1.56, 1:1.04, R 1:5.92
Kupplungmechanische Einscheiben Trockenkupplung
Karosserie
Eine Stromlinienlimousine für fünf Passagiere. Vorne ist ein Ölkühler, zwei 6 Volt Batterien und zwei Reserveräder. Die Türgriffe sind in die Türen eingelassen. Die vorderen Kotflügel sind durch eine Stossstage geschützt, die Scheinwerfer sind teilweise und die abgerundete Motorhaube einlassen. Das Heck geht abfallend bis aufs Bodenniveu herunter. Das Heck ist durch eine Flosse entzweigeteilt, ähnlich wie beim T77.
elektrische Anlage12 V Bosch, entstört nach Gruppe 3
Batterie2x6V 60Ah, in Serie geschaltet
Nutzlast400 kg
Bereitschaftsgewicht1370-1410 kg
Höchstgeschwindigkeit160 km.h-1
Fotogalerie
Tatra 87 erste Serie, historische Aufnahmen
Die erste Serie erkennt man leicht am Mittelscheinwerfer - er ist nämlich glasklar und etwas kleiner als die Scheinwerfer an den Kotflügeln

Tatra 87 bis Baujahr 1943, historische Aufnahmen
Diese Autos haben ebenfalls einen kleineren Mittelscheinwerfer aber mit einer deutlichen vertikalen Gliederung (zur breiten Lichtstreuung)
Im 1940 wurde sogar ein Prototyp eines Stabswagens als Kabriolett hergestellt, der aber nie zur serienmässigen Produktion gelangte.

Nachkriegswagen Tatra 87
Diese Wagen haben alle drei Schweinwerfer gleicher Grösse. Nach dem Krieg suchte man für den Boschschweinwerfer einen Ersatzlieferanten (Bosch lag in den Trümmern) so wurden schliesslich alle drei gleich grosse Scheinwerfer montiert.
Tatra 87 Modell 1948, historische Aufnahmen
Die modernisierte Version Modell 1948 ist an den rundlicheren Kotflügeln und an den bis zur Glasabdeckung eingelassenen Scheinwerfern leicht zu erkennen.

Tatra 87 Model 1948, eine seltene Exportausführung mit zwei Scheinwerfern. Seine Frontpartie ist mit der des späteren T600 beinahe identisch.

Tatra 87 bis 1943, erhaltene Exemplare
Vom Interesse sind ebenfalls die angaben am Herstellerschild eines Wagens aus den Jahr 1939 (zum Beispiel: der Hersteller stamme aus den Ostsudeten, Gruppe der Elekroentstörung, zulässige Hinterachsbelastung u.s.w.)

Tatra 87, Nachkriegswagen bis 1948, erhaltene Exemplare

Tatra 87 Modell 1948, erhaltene Exemplare

beide Modelle nebeneinander, T87 und Modell 1948
Modell
Das Modell steht noch nicht zur Verfügung.